Hyde Park London

Hyde Park London – Eine Grüne Oase

London Sehenswürdigkeiten - Hyde Park London - Bäume und Grünflächen

London Sehenswürdigkeiten - Hyde Park London - Bäume und Grünflächen

Inmitten der geschäftigen und schnellebigen Welt des modernen Londons findet sich ein Stück Natur. Londons Hyde Park, einer der Royal Parks of London, erfreut sich sowohl bei Bewohnern als auch Besuchern der Stadt bester Beliebtheit. Wer eins der hochpreisigeren Hotelzimmer in der Park Lane (Mayfair, nähe Bond Street) bucht, kann unter Umständen in den Genuss eines herrlichen Ausblickes auf diese Grünfläche kommen. Der Hyde Park ist ein Ort der Stille, Erholung und Entspannung and ruhigen Tagen. Er wird jedoch auch gerne als Veranstaltungsort für Konzerte genutzt, nicht zuletzt für Rockbands, die eher etwas lautere Töne anstimmen. Weiterhin ist er bekannt für seine Speakers‘ Corner, in der jeder Mensch, der möchte, seine Meinung dem Publikum vor Ort kundtun kann. Das Grün setzt sich fort in den Kensington Gardens, welche häufig mit dem Hyde Park assoziiert werden, de jure jedoch seit 1728 einen separaten Park darstellen.

Hyde Park London – Geschichte

Bereits vor der Eroberung Englands durch die Normannen (seit 1066) wurde das Gelände des heutigen Hyde Parks von die „Canons of Westminster“ (Priester der Church of England) verwaltet. 1536 übernahm Heinrich VIII das Gelände und ließ es mit einer Umzäunung versehen. Es wurde hauptsächlich als privater Jagdgrund genutzt. Bis 1768 fanden hier Hofjagden statt. James I war bemüht, das angeschlagene Ansehen der Krone zu verbessern und gewährte limitierten Einlass für Teile der derzeitigen Oberschicht. Charles I ließ im Jahre 1637 letztendlich den Zutritt für die Öffentlichkeit zu.
Während der Zeit der Republik England unter Oliver Cromwell (1649-1660) wurde der Park (zusammen mit anderen Krongütern) zum Verkauf ausgeschrieben, in fünf Teile geteilt und bekam auf diese Weise neue Besitzer. Der Verkauf wurde nach Wiedererrichtung des Königreichs jedoch annuliert. Der Leichnam Oliver Cromwells wurde exhumiert, postum symbolisch gehängt und der Öffentlichkeit im Hyde Park als abschreckendes Beispiel zur Schau gestellt.
Im 18. Jahrhundert wurde dem Park mehr und mehr eine edlere Note verliehen. So verbot Königen Anne den Hütern der Tore beispielsweise den Verkauf von hartem Alkohol und bloß einspännigen Kutschen wurde kein Einlass gewährt.
1851 fand die erste Weltausstellung hier im Hyde Park in London statt. Der Park wurde zunehmend ein echter Volkspark, damit auch ein Ort der Demonstationen und Meinungsäußerung.
Seit 2004 gibt es den Prinzessin-Diana-Gedenkbrunnen. Innerhalb des Brunnens fließt das Wasser in zwei verschiedenen Richtungen und mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Die amerikanische Landschaftsarchitektin Kathryn Gustafson wollte damit das turbulente Leben der Prinzessin Diana wiederspiegeln, welche im Jahre 1997 tragisch bei einem Autounfall ums Leben kam.

Anreise

Wer mit der Bahn anreist kann an folgenden Stationen aussteigen: Marble Arch (Central Line), Bond Street (Central Line oder Jubilee Line) oder alternativ auch Hyde Park Corner (Piccadilly). Weitere Stationen um den Park herum sind Knightsbridge (Piccadilly Line) oder etwas weiter westlich mit der Central Line (Lancaster Gate oder Queensway).

Öffnungszeiten

Der Park ist ganzjährig von 5.00h morgens bis Mitternacht geöffnet. Die angrenzenden Kensington Gardens schließen mit Einbruch der Dunkelheit.

Preise

Derzeit wird kein Eintritt verlangt für das Betreten des Hyde Parks. Lediglich für spezielle Veranstaltungen – wie beispielsweise Konzerte – entstehen entsprechende Kosten für Eintrittskarten.